Wie ist das Beweidungskonzept der Neuen Stever?

Im Planfeststellungsbeschluss ist eine Beweidung der Neuen Stever mit Großherbivoren vorgesehen (weitere Frage hierzu).

Die Neue Stever ist kein zusammenhänges Gebiet, sie wird durch 9 Querungen zerteilt. Die Planung der Querungen in den Planfeststellungsunterlagen macht nicht den Eindruck, als ob große Pflanzenfresser auf Niveau des Böschungsfußes trockenen Fußes die Querungen passieren könnten.

Welche Bereiche der Neuen Stever sollen beweidet werden?

Die Böschungen werden mit einer einheitlichen Neigung von 1:2 angelegt und sind entsprechend der verschiedenen Einschnittstiefen der Sekundäraue unterschiedlich breit.

Wasserwirtschaftlicher Erläuterungsbericht „Neue Stever bei Olfen“, S. 51

Das bedeutet, die Böschung hat eine Steigung von 45°.

Muss die beweidete Böschung gesondert befestigt werden, um nicht bei Feuchtigkeit durch die Weidetiere zertreten zu werden?

Zwischen den Böschungsfüßen soll sich das Wasser frei seinen Weg suchen. Dieser Bereich erscheint daher für die Weidetiere weniger geeignet dort liegend die Nacht zu verbringen.

Welche Weidetiere sind dazu geeignet sich dauerhaft auf einer Steigung von 45° aufzuhalten?

Der Querschnitt der Neuen Stever ist im Wasserwirtschaftlichen Erläuterungsbericht auf Seite 50 angegeben.

Abbildung 4.3: Exemplarisches Gestaltungsquerprofil der Neuen Stever bei 5m Einschnittstiefe, WaWi Bericht S. 50
Abbildung 4.4: Exemplarisches Gestaltungsquerprofil der Neuen Stever bei 10 m Einschnittstiefe, WaWi-Bericht S. 50

Die Querschnitte zeigen einen dichten Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern.

Kann sich solch eine Vegetation bei einer Beweidung überhaupt entwickeln?

Diese Fragen werden in den Unterlagen zur Bürgerversammlung auf Seite 23 teilweise beantwortet.

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