Planung ohne Rücksicht auf aktuelle Themen

Die Stadt Olfen hat zum Bau der,,Neuen Stever“ eine Baugenehmigung beantragt. Diese wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 24. April 2017 erteilt.

Die Befristung der Baugenehmigung war auf fünf Jahre begrenzt. Da es die Stadt im Verlauf der vergangenen fünf Jahre versäumt hat, den Bau zu beginnen, drohte die Genehmigung zu erlöschen.

Die Stadt Olfen hat einen Antrag auf Fristverlängerung an den Kreis Coesfeld als Untere Wasserbehörde gestellt.

Die ,,Interessengruppe politisch aktiver Olfener Bürger“ hat im Jaruar 2022, von über 50 Bürgem spontan durch Unterschriften unterstützt, eine umfangreich begründete Petition gegen die Fristverlängerung und damit gegen den Bau der,,Neuen Stever“ mit einer Abordnung persönlich an den Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr überreicht.

Danach im März 2022 um weitere Argumente ergänzend vervollständigt. Der Inhalt der Petition betraf

  • Argumente zur Gesetzeslage
  • Keine Zuständigkeit der Stadt Olfen
  • Veränderung der Klimabedingungen
  • Steigerung der Wasserentnahme
  • Grundwasserverschwendung durch Tiefenbaggerung
  • Gefahren für die Trinkwasserversorgung
  • Belastungen durch die Abholzung von Bäumen
  • Fehlende Entscheidungsprozesse im Rat Olfen
  • Fehlende Durchgängigkeit nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Zu all diesen Argumenten und Besorgnissen der Bürger erhalten wir am 15. Juli die lapidare Information, wir könnten zur Fristverlängerung die Anlagen der Schreiben vom 28. Juni an die Stadt Olfen lesen.

Aber nicht eirunal dort ist die Erwähnung der aktuell immer mehr zunehmenden Trockenperioden und des bestehenden Wassermangels zu finden.

Femsehberichte, Presseberichte nnd die in Augenscheinnahme der Stauseen mit dem akuten Wassermangel werden in Verbindung mit der beabsichtigten und bis zu voraussichtlich 20 Millionen Euro teuren Steuergeldverschwendung seitens des Landrates weder gewürdigt noch beachtet.

Wir Bürger haben bei der Wahl ein Kreuz zu machen, den Rest erledigt die Politik nach eigenem Gutdünken. Transparente, bürgernahe Politik sieht anders aus.

Dieser Leserbrief erschien am 23.07.2022 in den Ruhrnachrichten. Der an die Ruhrnachrichten eingesandte Leserbrief lautete wie folgt:

Landrat ignoriert den Klimawandel

Die Stadt Olfen hat zum Bau der „Neuen Stever“ eine Baugenehmigung beantragt.

Diese wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 24.04 2017 erteilt. Die Befristung der Baugenehmigung war auf 5 Jahre begrenzt.

Da im Verlauf der vergangenen 5 Jahre die Stadt Olfen es versäumt hat, den Bau zu beginnen, drohte die Genehmigung zu erlöschen.

Die Stadt Olfen hat einen Antrag auf Fristverlängerung an den Kreis Coesfeld – Untere Wasserbehörde – gestellt.

Die „Interessengruppe politisch aktiver Olfener Bürger“ hat im Januar 2022, von über 50 Bürgern spontan durch Unterschriften unterstütz, eine umfangreich begründete Petition gegen die Fristverlängerung und damit gegen den Bau der „Neuen Stever“ mit einer Abordnung persönlich an den Landrat Herrn Dr. Christian Schulze Pellengahr überreicht.

Danach im März 2022 um weitere Argumente ergänzend vervollständigt. Der Inhalt der Petition waren:

  • Argumente zur Gesetzeslage § 75.4 VwVfG
  • Keine Zuständigkeit der Stadt Olfen gem. § 34 WHG und § 68 LWG
  • Veränderung der Klimabedingungen
  • Steigerung der Wasserentnahme aus dem DEK von 40.000 m³ täglich auf bis zu 200.000 m³ täglich, in Spitzen alternierend bis zu 300.000 m³ täglich
  • Grundwasserverschwendung durch Tiefenbaggerung bis zu 10 m Tiefe
  • Gefahren Trinkwasserversorgung
  • Hohe Schadstoff und CO² Belastung der Region durch den Bau und Abholzung tausender Bäume und Pflanzen
  • Fehlende Befassung/Entscheidungsprozesse durch den Rat der Stadt Olfen
  • Keine Durchgängigkeit gem. EUWRRL

Zu all diesen Argumenten und Besorgnissen der Bürger, erhalten wir am 15.07.2022 die lapidare Information wir könnten zur Fristverlängerung die Anlagen der Schreiben vom 28.06.2022 an die Stadt Olfen lesen.

Aber nicht einmal dort ist die Erwähnung der aktuell immer mehr zunehmenden Trockenperioden, der bestehende Wassermangel u.v.a.m. zu finden.

Fernsehberichte, Presseberichte und die in Augenscheinnahme der Stauseen mit dem akuten Wassermangel werden in Verbindung mit der beabsichtigten und bis zu voraussichtlich 20 Mio.€ teuren Steuergeldverschwendung, seitens des Landrates weder gewürdigt noch beachtet.

Wir Bürger haben bei der Wahl ein Kreuz zu machen, den Rest erledigt die Politik nach eigenem Gutdünken. Transparente, bürgernahe Politik sieht anders aus.

Texte, Fakten, Informationen, Meinungen zum Thema finden: www.neue-stever.de

1 Kommentar zu „Planung ohne Rücksicht auf aktuelle Themen“

  1. Doris Thiemann

    Warum müssen für die Neue Stever, die niemand wirklich braucht, am Rande von Eversum auf einer Breite von 50 m sämtliche Bäume gefällt werden???
    Wir haben extreme Trockenheit und die Bäume kämpfen auch so um ihr Überleben! Wo anders brennen ganze Wälder ab.
    Es ist wirklich sehr traurig, das manche nur vom Umweltschutz reden, aber in Wirklichkeit darauf sch… 😡.

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